Tiergestützte Intervention, oder:
Warum ist Hundecoaching mehr als Zeitvertreib mit Tieren?
Kommunikation besser verstehen lernen.
Viele von uns wundern sich, warum unsere Mitmenschen uns so häufig missverstehen. Aus unserer Sicht. Selten gelingt es, die eigenen Absichten (Kommunikation) gut rüberzubringen. Resultat, wir werden von anderen Menschen scheinbar falsch verstanden, ignoriert. Sie fassen unsere Aussagen anders auf als beabsichtigt.
Kennst Du das?: „Ich versuche immer wieder meinen Standpunkt verständlich zu machen, aber ich bekomme nicht von dem/den Gegenüber, was ich beabsichtige/will.“ Kommt Dir das bekannt vor?
Wir Menschen geben kein ungefiltertes Feedback, das haben wir schon in der Erziehung gelernt. Wir könnten nicht zusammenleben, wenn wir immer total ehrlich auf unser Gegenüber reagieren. Da gibt es Scham, Angst nachzufragen (ob ich es richtig verstanden habe). Dinge, die wir nicht gerne von uns preisgeben, bewegen uns dazu, nicht ganz aufrichtig zu kommunizieren. Alles ganz normal, so weit. So entstehen wunderbare Missverständnisse. Dazu kommt noch, dass wir möglicherweise auf manche Wörter emotional reagieren. Sie sind „aufgeladen“.
All diese Faktoren machen es schwer zu verstehen, warum wir von anderen nicht verstanden werden. Daraus ergibt sich: wenig Chancen, die eigenen Verhaltensweisen/eigene Kommunikation richtig einzuschätzen und zu verbessern.
Besser kommunizieren lernen. Hier kommen die Tiere zu Einsatz!
Hunde, aber auch die Hoftiere, haben eines gemeinsam: sie verstellen sich nicht. Sie zeigen direkt (spiegeln), was bei ihnen ankommt und wie sie es verstehen. Das ist der Grund, warum Tiere so geeignet sind, um sie ins Coaching einzubeziehen. Du lernst direkt zu verstehen, was Deine Absicht (Kommunikation) auslöst. Tiere wenden sich Dir zu oder sie langweilen sich. Wenn Deine Kommunikation gut läuft, erledigen sie gerne und mit Interesse Aufgaben für Dich. Wenn Du emotional geladen bist, wenden sie sich von Dir ab.
Es geht als nicht darum, eine nette Zeit mit Tieren zu verbringen. Tiere können Auszeiter:innen wunderbare Lehrer/Trainer sein.
Erfahrungsbericht von unserer Auszeiterin A…e:
Nach einigen privaten Herausforderungen und vielen emotional anstrengenden Situationen, habe ich gemerkt, dass ich meine Bedürfnisse nicht so äußern und vertreten kann, wie ich es mir mit 33 Jahren gewünscht habe.
Ich war sehr drastisch und hart in meinen Aussagen und habe selten weich und empfindsam reagiert.
Gemeinsam mit Maggy habe ich meine Ziele festgelegt und sie gemeinsam mit den Hunden in 10 Sitzungen erlernt. Wir haben mit einfachen Übungen gestartet und das Niveau immer weiter angepasst.
Die Hunde waren mir eine sehr große Hilfe, zu erkennen, worum es wirklich geht.
Ich habe unfassbar viel über mich gelernt und wie ich für mich da sein kann ohne zur Außenwelt zu hart zu sein. Die Hunde haben immer gespiegelt, wie ich aufgetreten bin, obwohl ich es nicht bewusst wahrgenommen habe.
So habe ich gelernt, wie ich auf die Außenwelt wirke und welche Stellschrauben ich habe, damit ich bei mir sein kann. Situationen, die zuvor eine unüberwindbare Herausforderung waren, waren plötzlich machbar, weil ich jetzt weiß, wie ich meine Wünsche und Bedürfnisse allein durch Körperhaltung und Ansprache stressfreier vertreten kann.
Ich lerne jeden Tag dazu und verliere, dank kleiner Reminder im Alltag, nie den neu gewählten Weg aus den Augen.
Lass die Tiere mit Dir sprechen! Auf diesen Ebenen tut sich was:
Gemeinsam mit meinen Hunden oder Bauernhoftieren gestalte ich Einheiten für Auszeiter:innen, die erhellen und helfen, die eigenen Verhaltensweisen zu optimieren. Das stärkt Dich! Es hilft Dir, neue Fähigkeiten zu erproben und zur Routine werden zu lassen. Es geht darum, neue Wege aufzeigen.
Themen können sein:
Beziehungsarbeit: In der Begegnung mit dem Tier Nähe, Vertrauen und Echtheit erproben und erfahren – ganz ohne Druck.
Grenzen & Selbstwirksamkeit: Eigene Bedürfnisse erkennen, „Nein“ sagen lernen und die eigene Wirksamkeit ganz direkt erleben. Ein heilsamer Schritt in Richtung Stabilität.
Strukturierte Übungen: zur Förderung von Konzentration, Bewegung oder emotionaler Stabilisierung. Der Kontakt zum Tier gibt die nötige Rückmeldung, ohne Dich emotional zu verletzen.
Spiegelung & Selbstverständnis: Tiere zeigen ehrlich, wie es uns geht – ohne zu bewerten. Der Weg in die eigenen Emotionen ist der Weg heraus. Mit Tieren geht das viel leichter, als wenn Du das mit Menschen ausprobierst.
Achtsamkeit & Selbstwahrnehmung: Tiere helfen dabei, im Moment anzukommen. Sie reagieren fein auf unsere Stimmung und laden ein, Dich selbst ehrlich wahrzunehmen.
Entspannung & Körperarbeit: Berührung, Wärme, Atem… Tiere laden Dich ein, den eigenen Körper wieder als empfindendes Teil von Dir selbst zu erleben.
Symbolarbeit: Bilder, Rituale und kleine Übungen helfen, inneres Erleben auszudrücken und zu verarbeiten. In Deinem Tempo.
Die tiergestützte Arbeit hilft, die eigenen Fähigkeiten von Menschen auszubauen. In einer Atmosphäre voller Liebe und Vertrauen.
Lösungsorientiert
Mit Dir zusammen kläre ich in der Zusammenarbeit: Welche Themen sind relevant. Mein Hundeteam und ich arbeiten also immer individuell.
– Maggy